Vor dem Hintergrund der kalten, nebligen Fjorde Islands erzählt die Autorin Kristin M. Baldursdøttir die zwischen 1915 und 1939 spielende Geschichte der Witwe Steinunn, welche mit ihren sechs Kindern aus einem kleinen Fischerdorf an der Westküste in die Stadt Akureyri im Norden zieht, um ihnen eine Ausbildung zu ermöglichen.
Nur der alte Mann, der Fisch,
und ich
im Boot auf dem Meer
während ich lese.
Und den Nobelpreis immer wieder aufs Neue an Hemingway vergebe.
Ortheil nimmt den Leser mit an seine Lese-Orte und erzählt von der engen Verquickung von Leben und Lesen in seinem Dasein, über das Schreiben und das Zelebrieren von Lektüre, mit Titelempfehlungen. Sehr anregend, vor allem für den Typus des „wilden Lesers“, für den Lesen Nahrungsaufnahme von lauter verlockenden Speisen, die er vorher nicht kennt, bedeutet.
Ein jüdischer Wissenschaftler flieht 1939 aus Deutschland in die USA und lernt dort eine junge schwarze Sängerin kennen und lieben. Der erkämpften Heirat folgen drei hochmusikalische Kinder, die später sogar berühmt werden. Der wunderschön erzählte Roman schildert den Lebensweg der Familie und die Künstlerkarrieren der Kinder. Die Wirkungen der aktuellen Zeitereignisse auf die Familie sind in den Erzählstrom eingebunden.
Leo Leike bekommt eine E-Mail, in der eine Emmi Rothner das Abonnement für die Zeitschrift «Like» aufkündigen will. Leo ist genervt, denn das passiert nicht zum ersten Mal. Aber diese Abonnentin schein besonders hartnäckig daran interessiert zu sein, die Zeitschrift nicht mehr zu beziehen, und Leo bekommt immer wieder neue Nachrichten von ihr.
Wie war das damals Ende der 40er/Anfang 1950er Jahre? Chancengleichheit für Mädchen? Bevorzugung des männlichen Geschlechts? Gewissenserforschung nach dem Weltkrieg.